Archiv für April 2010

BÜNDNIS-AUFRUF

8. Mai: Tag der Befreiung
vom Nationalsozialismus.

Gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai in München!

Am 8.Mai feiern wir zum 65. Mal das Ende des Nazi-Regimes. An diesem Tag danken wir all denjenigen, die für die Befreiung vom Nationalsozialismus gekämpft haben und gedenken Aller die unterdrückt, eingesperrt und ermordet wurden. Der 8.Mai bedeutete für viele tausend Menschen in den Gefängnissen und Konzentrationslagern die Rettung vor der sicheren Vernichtung. Für viele Millionen Menschen kam der 8.Mai zu spät, sie waren in den Gefängnissen und Konzentrationslagern ermordet worden. Selbst in den letzten Kriegswochen noch wurden alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert, um die Vernichtungsmaschinerie am Laufen zu halten. Wir feiern an diesem Tag das Ende eines nie dar gewesenen Schlachtens und Schreckens.

Mit dem Ende des Krieges jedoch waren die gesellschaftlichen Bedingungen des Nationalsozialismus nicht beseitigt. Im Zuge der Wiederherstellung der alten Macht- und Eigentumsverhältnisse und der Wiederaufrüstung wurden Nazi- und Kriegsverbrecher rehabilitiert und konnten wieder in höchste Staats- und Verwaltungsämter zurückkehren. Auch diejenigen Ideologien die die Grundlage nationalsozialistischer Weltanschauung bilden, wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Militarismus sind 65 Jahre nach der Befreiung gesellschaftliche Realität.

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass Naziaufmärsche, auch an historisch belegten Tagen, wie dem Tag der Befreiung genehmigt und staatlicherseits mit massiver Polizeipräsenz und repressiven Strategien durchgesetzt werden.

Mit dem für den 8.Mai geplanten Naziaufmarsch unter dem Motto „8.Mai 1945-Der Krieg war zu Ende, das Morden nicht.“ versuchen sich die Nazis selbst von Tätern zu Opfern um zu deuten. Mit einem Trommel- und Fackelmarsch knüpfen sie gezielt an eine nationalsozialistische Ästhetik an.
Am 8. Mai feiern wir die Befreiung vom Nationalsozialismus, denn wer nicht feiert hat verloren!

Kommt alle zur Antifaschistischen Demonstration anlässlich des Tages der Befreiung.
Verhindern wir den Naziaufmarsch gemeinsam!

Demo: 14:30 Rindermarkt (nahe Marieplatz)
Ab 16 Uhr U-Bahnstation Fürstenried West (U3)

Unterstüzende Gruppen:

aka_muc,
aki,
antifa nt
Die LINKE, KV München
Freidenkerverband München
Jusos München
linksjugend solid München
Münchener Bündnis gegen Krieg und Rassismus
PAKT München,
r|antifajugend münchen
SDAJ München

ARTIKEL ZU GEPLANTEM NAZIZENTRUM

a.i.d.a.-Archiv:
Keine Nazi-Immobilie in München-Forstenried
Beinahe hätte die Münchner Neonaziszene in den nächsten Tagen ein eigenes „Versammlungshaus“ in München-Forstenried eröffnet. Intern hatten Kameradschaften und „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA) sogar schon für die Einweihungsparty sowie eine Veranstaltung in die eigenen Räume mobilisiert.

(weiter)

INFOVERANSTALTUNG

Am Mittwoch den 5. Mai findet im Kafe Marat eine Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch am 8. Mai in München statt.

PRESSE

Widerstand gegen Neonazi-Marsch (Süddeutsche Zeitung, 12.4.)

Münchens Süden wehrt sich gegen die geplante Neonazi-Kundgebung am 8. Mai. Der Aufmarsch soll auch an einem Asylbewerberheim vorbeiführen.

(weiter)

Neonazis planen Fackelzug am 8. Mai (Abendzeitung, 8.4.)

Am Tag der Befreiung vom Faschismus wollen Rechte am Waldfriedhof aufmarschieren. Ein Bündnis antifaschistischer Gruppen will die Aktion aufhalten und ruft zum Widerstand auf.

(weiter)

ARTIKEL ZUM 8. MAI

Neonazistische Provokation zum 8. Mai in München (a.i.d.a. Archiv)

Die Münchner Neonazis um Philipp Hasselbach und Roland Wuttke wollen die Serie ihrer NS-verherrlichenden Aktionen fortsetzen: Für den 8. Mai 2010, den 65. Jahrestag der militärischen Befreiung vom Nationalsozialismus, planen sie einen „Trommel- und Fackelmarsch“ durch den Münchner Südwesten. Unter dem Motto „8.Mai 1945 – der Krieg war zu Ende, das Morden nicht“ soll einmal mehr der Nationalsozialismus glorifiziert und die Opfer verhöhnt werden.

(weiter)

Neonazis am 8. Mai im Münchner Südwesten
(luzi-m.de)

Damit musste wohl gerechnet werden. Seit Jahren nutzen Rechtsextremist_innen den 8. Mai auch in München für die Verherrlichung des Nationalsozialismus, seit Jahren wollen sie an diesem Tag Täter_innen zu Opfern machen. Bisher hielten sie meist eine Hetz-Kundgebung am Marienplatz ab.

(weiter)