Archiv für Mai 2010

NAZIAUFMARSCH BLOCKIERT!

Für den 8.Mai hatte die Münchner Neonazigruppe „Freie Nationalisten München“ einen Naziaufmarsch im Münchner Südwesten angekündigt. Dank antifaschistischer Gegenaktionen und einer erfolgreichen Blockade mussten sie nach wenigen hundert Metern umdrehen, Statt gleich nachhause zu gehen, wurden sie allerdings – nach vom Anmelder angekündigten „Aktionen in der Innenstadt“ – in Unterbindungsgewahrsam genommen. Zuvor nahmen 700-800 Menschen an einer Antifa-Demo in der Innenstadt teil.

die Demo

Anfang April hatten die „Freien Nationalisten München“ um Phillipp Hasselbach einen „Trommel – und Fackelmarsch“ im Münchner Südwesten angekündigt. Ihr Ziel war es am 8. Mai, dem 65. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus vom Schweizer Platz in Fürstenried nach Großhadern zu ziehen. Dabei wollten sie auch am Flüchtlingslager in der Tischlerstarße vorbeiziehen und an der Kriegsgräberstätte am Waldfriedhof Halt machen. Doch dies war nicht der einzige Grund warum sich die Münchner Neonazis diesmal den Südwesten zum demonstrieren ausgesucht hatten. NPD-Multifunktionär Roland Wuttke hatte in der Nähe des Schweizer Platzes eine Immobilie angemietet, die fortan als „Nationales Jugendzentrum“ und „Versammlungshaus“ der NPD Tarnliste „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ dienen sollte. Doch dieser Plan wurde schon vor Abschluß der Renovierungsarbeiten von Antifas vereitelt.

Antifa-Demo

Gegen den geplanten Naziaufmarsch regte sich schnell und für Münchner Verhältnisse ausgesprochen breiter Widerstand. Zum einem gab es ein Bündnis diverser linker und linksradikaler antifaschistischer Gruppen und ein breites eher „bürgerlich“ geprägtes Bündnis in Fürstenried und Hadern unter starkem Engagement der Bezirksausschüße und der Anwohner_innen. Erstere bereiteten vor allem die eigenständige Demo in der Innenstadt vor, bei der es neben der Verhinderung des Naziaufmarsches auch darum gehen sollte, den 8. Mai als Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus zu feiern und weitergehende antifaschistische und linke Forderungen und Inhalte auf die Straße zu tragen. Zweitere bereiteten eher das Bürgerfest „München ist bunt“ in Fürstenried vor. Eine vom Bayrischen Flüchtlingsrat geplante Kundgebung vor dem Flüchtlingslager in der Tischlerstraße war nicht möglich, da die Regierung von Oberbayern als Eigentümerin des Geländes dies nicht zulies.

(zum Indymedia-Artikel)

INFOFON | EA | TICKER…

Das Info-Telefon ist am 8. Mai unter der Nummer 0151 269 781 73 zu erreichen.
Den E.A. erreicht ihr unter 089 448 96 38
Auf twitter.com/nazisstoppen wird es einen Info-Ticker geben.
Das Kafe Marat in der Thalkirchnerstraße 104 (Aufgang 2) ist ab 20 Uhr als Anlaufpunkt geöffnet. Hier gibt es warmes Essen, Getränke usw.
Wir sehen uns um 14:30 am Rindermarkt (in der Nähe des Marienplatzes) zur Antifa-Demo!

Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch bei A.I.D.A.

Auf der Website der „Antifaschistischen Informartions-, Dokumentations- und Archivstelle München (A.I.D.A)“ ist ein Artikel erschienen, der den aktuellen Stand des geplanten Naziaufmarschs und der Gegenkaktionen zusammmenfasst und eine guten Überblick für den 8. Mai gibt.

So treffen sich laut Kenntnis von A.I.D.A die Nazis um 17:30 am (bisher nicht als Versammlungsort angemeldeten) Hauptbahnhofs-Ausgang Arnulfstraße. Mit der U-Bahn wollen die Neonazis dann nach Fürstenried-West fahren (U3) und dort auf dem Schweizer Platz eine Kundgebung durchführen. Dann haben die ca. 70 Teilnehmenden laut Anmeldung vor, um 18.30 mit Fackeln und Trommeln über die Graubündener Straße und Tischlerstraße am Asylberwerber_innenheim zur Kriegsgräberstätte zu ziehen. Nach einer 45-minütigen Kundgebung soll über Tischlerstraße und Sauerbruchstraße am Festzelt des Haderner Dorffestes (Max-Lebsche-Platz) vorbei zum U-Bahnhof Großhadern (U6) weitermarschiert werden, wo die Neonazis von 21.00 Uhr bis 22.15 Uhr eine Abschlußkundgebung (Kreuzung Sauerbruch-/Waldwiesen-/Würmtalstr.) ankündigen.

Weiter gibt der Artikel einen Überblick über die Gegenaktionen, die um 14:30 am Rindermarkt – in unmittelbarer Nähe des Mareinplatzes – mit einer Antifa-Demo beginnen und danach ab 16:00 im Münchner Süden weitergehen. Dort sind mehrer Kundgebungen in unmittelbarer Nähe zur Route angemeldet. Der Artikel geht auch auf das Verhalten der für die Anmeldung des Naziaufmarsches zuständigen Münchner Behörde, dem Kreisverwaltungsreferat (KVR), ein.

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